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Das vierte Lebensalter (1/2003)
Martina Blasberg-Kuhnke
»... wenn die Tage kommen, von denen du
sagen wirst: Ich mag sie nicht.«
Das vierte Lebensalter als Zumutung und Herausforderung

Alt zu werden, bringt nicht nur späte Freiheit
und neue Chancen, es kann auch bedeuten, hinfällig, pflegebedürftig,
dement zu werden. Menschen in diesem vierten Lebensalter dürfen von
der Pastoral nicht vergessen werden.
> Volltext
Ludwig Amrhein
Risiken und Ressourcen
Sozialgerontologische Aspekte des vierten Lebensalters

Einteilung des Lebens in vier Phasen folgt
gesellschaftlichen Konstruktionen. Dabei sollte auch das vierte Alter
nicht nur von Verfall und Krankheit, sondern von seinen spezifischen Möglichkeiten
und Chancen her definiert werden. Es lohnt sich ein nüchterner Blick
hinter die Mythen.
Andreas Wittrahm
Seelsorgliche Begleitung für hochbetagte
Menschen
Pastoral im vierten Lebensalter

Nicht immer vollendet sich das Leben im
hohen Alter; es können auch Belastungen und Brüche im Vordergrund
stehen. Dann ist Seelsorge als Wertschätzung für das Fragment
gefragt sowie als Begleitung Einzelner in Verbindung mit Pflege und lebenslanger
Bildung.
Catharina J. M. Halkes
Meine Seele ist allmählich zur Ruhe gekommen
Betrachtungen über das Altern

Mit 82 Jahren und von Krankheit betroffen
weiß sich die bekannte
Theologin in der Endphase ihres Lebens. Hier lässt sie Teil haben
an Weisheit und Gelassenheit, aber auch an Sorge angesichts eines egoistischen
Zeitgeistes. Dagegen stellt sie den Wert des Aufeinander-angewiesen-Seins
sowie das Leben aus der Kraft Gottes.
Maria Kassel
Alt werden – wie geht das?

Altern ist nicht einfach Schicksal, sondern
kann gestaltet werden. Insbesondere für alte Frauen kommt es darauf
an, sich jenseits vorgegebener Rollenmuster auf die Suche nach der eigenen
unverwechselbaren Identität zu machen. Wichtig ist dabei die Versöhnung,
auch über den Wunden, die die Kirche verursacht hat.
Heinz Missalla
Was mir wichtig war und wichtig geworden ist
Überlegungen zum Wandel meines »Menschenbildes«

Wer zur älteren Generation zählt, hat
sozialen und kirchlichen Wandel
am eigenen Leib verspürt. Wer die Älteren verstehen will, muss
ihre Veränderungen sehen. Hier ein persönlicher Bericht vom
gewandelten Blick auf Gott, Kirche und Menschen.
Bernhard Kraus
Gegen die Ausgrenzung der Altgewordenen
Anstöße für die Gemeindepastoral

Kommen die in der Gemeinde noch vor, die nicht mehr kommen können?
Was ist über Krankenkommunion und gelegentliche Seniorentage hinaus
möglich? Fragen und Anregungen für die Seelsorge mit Menschen
im vierten Lebensalter sowie den sie Pflegenden.
Sr. Liliane Juchli
Alter und Altern in Ordensgemeinschaften

In vielen Orden drängt die Herausforderung,
die eine wachsende Zahl alter und hochbetagter Mitglieder mit sich bringt.
Wo sich eine Gemeinschaft diesen Fragen stellt, kann Wegweisendes geschehen,
u.a. Bildungsmodelle zum Thema.
Annetraud Schütte
Altern und Sterben in Würde
Palliative Care auch für schwer kranke und sterbende
alte Menschen

Die Idee einer ganzheitlichen Pflege bis
zuletzt darf nicht nur in Hospizen
als Spezialeinrichtungen umgesetzt werden. Auch die Pflege in Altenpflegeheimen
muss so gestaltet werden, dass Menschen in ihrer gewohnten Umgebung in
Würde sterben können. Nötig ist die Implementierung der
Hospizidee und palliativen Care in die Strukturen der Altenpflegeheime.
Franz Weber
Heiligsprechung als vorrangige Option für
die Armen
Zur Kanonisation des mexikanischen Indio Juan Diego

Am 31. Juli 2002 hat der Papst jenen Mexikaner heilig gesprochen, dem
1531 die Muttergottes von Guadalupe erschienen war. Dieser hierzulande
vergleichsweise wenig beachtete Akt setzt politisch wie pastoral brisante
Akzente.
Ferdinand Kerstiens
Wie gehen wir miteinander um?
Konflikte zwischen Pfarrern und PastoralreferentInnen

Streitfälle zwischen den Hauptamtlichen in
der Pastoral enden oft mit der Versetzung der beteiligten Laien und verweisen
damit auf einen ungenügenden Umgang mit Konflikten im kirchlichen
Personal. Eine engagierte Problemanzeige.
Markus Schlagnitweit
Einem unbekannten Gott
Predigt zur Eröffnung eines Raums der Stille

Am 9. Oktober 2002 wurde in Linz ein »Raum der Stille an der Universität«
seiner Bestimmung übergeben. Der karge Raum steht sinnbildlich für
die Erinnerung an einen Gott, der nicht nur religiös Suchenden »unbekannt«
ist, sondern auch bewussten ChristInnen entzogen bleibt. Hier die vom
Hochschulseelsorger zur Eröffnung gehaltene Predigt zu Apg 17,16a.19-34a.

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