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Trost (6/2003)
Norbert Mette
Alles ist in Ordnung!
Ist tatsächlich alles gut?

Zu trösten ist eine der traditionellen Aufgaben
der Kirche. Seelsorge darf sich aber nicht auf Kontingenzbewältigung
beschränken lassen, denn Trost beinhaltet Protest gegen die gesellschaftliche
Ausgrenzung der Trostbedürftigen.
> Volltext
Hermann-Josef Venetz
Trösten als Grundform (ur-)christlichen Gemeindelebens
Erfahrungen mit dem Theologie-Treiben

In beiden biblischen Büchern beschreibt
»Trösten« ein weites Feld
von Bedeutungen. Schon dieser Nuan-cenreichtum verweist auf die zentrale
Stellung von Trost und Trösten im Leben der ersten christlichen Gemeinden.
Georg Langenhorst
»Das Formulieren von Trostlosigkeit
ist mein Trost«
Kann, darf, soll die Literatur das Trösten lehren?

In der Literatur des 20. Jahrhunderts ist
Skepsis gegenüber Trosterwartungen weit verbreitet. Dennoch hat die
Sehn-sucht
nach Hoffnung Spuren hinterlassen, denen nachgehen kann,
wer lernen möchte zu trösten.
Im Interview: Ulrich Beer
Dem Lebensmut wieder aufhelfen.
Wie Trösten gelingen kann

Trost ist mit Trauen und Treue ver-wandt. Trösten
kann, was und wer uns im irdischen wie im überirdischen Sinn
wieder Vertrauen in das Leben gibt. Der bekannte Psychologe nimmt im Folgenden
Stellung zu Trost und Halt, Trauer und Vertrösten.
Margret Wohlfahrt
Was tröstet?
Erfahrungen als Sterbegegleiterin

Das Krankenhaus ist eine trostbedürftige
Umgebung, in der die Seelsorge die Aufgabe hat zu trösten. Wie das
konkret aussehen kann, beschreibt eine Krankenhausseelsorgerin aus ihrer
Praxis.
Sebastian Schneider
Was tröstet?
Trost nach dem Tod meines Sohnes

Die Erinnerung lebendig halten, sich verbunden
fühlen und sich von der Glaubenskaft anderer tragen lassen; nicht
mit allzu sicheren Antworten belästigt werden, verletzt bleiben dürfen;
von Liturgie berührt werden, die stimmig ist - trostvolle Erfahrungen
eines Vaters, der ein Kind verloren hat.
Gerhard Nachtwei
Was tröstet?
Trost-Splitter nach der Flutkatastrophe in Dessau-Waldersee

Getröstet wird durch viel mehr als nur durch Worte. Im Rückblick
eines Pfarrers auf die Flutkatastrophe vom August 2002 werden weitere
Dimensionen des Trostes sichtbar.
Doris Nauer
Trostlose trösten
Seelsorglicher Trost in depressiver Seelenfinsternis

Seelsorge mit depressiven Menschen erfordert
nicht nur viel Fingerspitzengefühl, sondern auch Wissen über
die Krankheit und vor allem die Fähigkeit, den eigenen Trost der
Trostlosigkeit des anderen glaubwürdig, aber nicht vereinnahmend
entgegenzustellen.
Marie-Rose Blunschi Ackermann
Prophet des Volkes der Armen
Joseph Wresinski (1917-1988)

Menschen, die von Armut und Ausgrenzung
geprägt sind, können das gesellschaftliche Leben als vollwertige
Mitglieder mitgestalten. Dies ist eine der Leitideen der internationalen
Bewegung ATD Vierte Welt. Ihr Gründer, der französische Priester
Joseph Wresinski, ist ein aufrüttelnder Prophet unserer Zeit.
Josef Freise / Dorothee Kurth
Die Fazenda Gut Neuhof
Christliche Jugendsozialarbeit mit Drogenabhängigen

Wie können drogenabhängige Jugendliche einen Weg aus ihrer Sucht
heraus finden? Mit einem Modellprojekt wurde in Markee (Brandenburg) ein
neuer Weg beschritten: Junge Männer verbringen ein Jahr lang in einer
christlichen Gemeinschaft und entdecken für sich
eine Alternative zu ihrem bisherigen Leben.
Leitbild der Pastoralkonferenz des Dekanates
Marl

Konflikte zwischen Hauptamtlichen in der Pastoral
müssen nicht immer mit einer Versetzung enden - meist des Laien/der
Laiin. Im Dekanat Marl hat die Pastoral-konferenz ein Leitbild entwickelt,
das konstruktive Wege im Umgang mit solchen Konflikten aufzeigt.
Guido Vagedes
Leitbildprozesse nutzen
Chancen und Schwierigkeiten eines Instruments

Leitbildprozesse sind ein immer noch zu wenig bekanntes und angewandtes
Instrument zur Profilierung von Gemeinden und kirchlichen
Organisationen. Ihr Gelingen hängt an einer Reihe von Voraussetzungen,
doch bereits Teilaspekte und Grundideen können fruchtbar genutzt
werden.
Karin Ursula Hartmann
Teamarbeit in der Krankenhausseelsorge

PatientInnen, Angehörige, Personal und auch Kirche und Krankenhaus
als Organisationen gewinnen, wenn die Seelsorge im Krankenhaus in Teams
organisiert wird.

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