Diakonia Titelbild 2-11

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Katastrophe

Almut Rumstadt
Die Hoffnung nicht verlieren

Katastrophen fordern heraus und stellen Fragen, die sich nicht schnell beantworten lassen. Neben der Betroffenheit und in all der dadurch vorhandenen Sprachund Fassungslosigkeit kann der christliche Glaube Halt im Chaos sein – aber auch herausfordern, die eigenen Talente zur Katastrophenbewältigung einzusetzen.
> Volltext

Regina Ammicht Quinn
Wenn der Boden unter den Füßen schwankt
Die Theodizeefrage im Kontext von Katastrophen

»Wo war Gott?«, so fragen wir nach manchen Katastrophen. Manchmal aber fragen wir es auch nicht. Immer mehr scheinen sich andere Fragen, Haltungen und Diskurse zu etablieren, die klassische Theodizeediskurse abzulösen scheinen. Wie also kommt Gott dort ins Spiel, wo der Erdboden unter unseren Füßen schwankend und unsicher wird?

Albert Biesinger
Wenn die Katastrophe nahe kommt
Als Notfallseelsorger beim Amoklauf in Winnenden

»Tränen lösen, und ich weiß: Jesus hat geweint, als sein Freund Lazarus gestorben ist.« Der Amoklauf in Winnenden war eine besondere Herausforderung auch für die Notfallseelsorge.
In Extremsituationen ist es wichtig, Menschen beizustehen, damit sie –
wenn auch stockend und unter Tränen – das in Worte fassen können, was sich vor ihren Augen abgespielt und in ihre Seele eingegraben hat.

Im Interview: Bischof Dr. Gebhard Fürst
»Wir rechnen jetzt mehr mit dem Unvorhersehbaren«
Der Amoklauf von Winnenden

Der Amoklauf ereignete sich am Vormittag des 11. März 2009 in der Albertville-Realschule in Winnenden, rund 20 km nordöstlich von Stuttgart, sowie, durch die anschließende Flucht des Täters, auch in Wendlingen am Neckar. Der 17-jährige Tim K. tötete 15 Menschen und zuletzt sich selbst. Elf Menschen wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Christian Rathner
Annäherung und Distanz
Beobachtungen zum Verhältnis von Medien und Katastrophe

In der internationalen Berichterstattung über große Naturkatastrophen sind bei allem Bemühen um Annäherung auch Strategien der Distanzierung und Entschärfung zu beobachten. Angesichts der Schnelligkeit, mit der Nachrichten um die Erde gehen, empfiehlt der Autor auch etwas wie eine zweite Langsamkeit: Beharrlichkeit und Geduld in einer nicht schaulustigen, sondern solidarischen Wahrnehmung der Ereignisse.

Franziska Loretan-Saladin
Sprache finden in der Sprachlosigkeit
Verkündigung nach Katastrophen

Geschieht irgendwo auf der Welt eine Katastrophe, sind nicht nur die Kirchen am Ort des Geschehens gefordert. Oft bewegt ein solches Ereignis auch die Menschen weit weg davon. Beide Situationen bedeuten für die Verkündigung eine besondere Herausforderung.

Stephan Witetschek
Kontrollierter Weltuntergang
Die Darstellung von Katastrophen in der Johannesapokalypse

Die Johannesapokalypse enthält zahlreiche Darstellungen von Katastrophen, doch zugleich macht sie deutlich, dass auch diese Ereignisse unter der Kontrolle Gottes stehen. Die Aussicht auf den katastrophalen Untergang widergöttlicher Mächte relativiert auch hier und jetzt schon innerweltliche Machtansprüche.

Ottmar Fuchs
HeldInnen in und gegen Katastrophen statt
katastrophaler Helden!
Der Artikel schlägt einen Bogen vom Missbrauch des Heldenbegriffs über die »Helden«-Verehrung im Gefolge des Zweiten Weltkriegs bis zum aktuellen »Martyrium« der islamischen Selbstmordattentäter. Und er zeigt eine mögliche christliche Antwort auf, wie heldenhafter Einsatz aussehen kann: Für die Anderen und nicht gegen sie.

Theresia Heimerl
Helden heute: Männlich mit einem Touch
von Transzenden
Die Helden des aktuellen Mainstream-Kinos erweisen sich in vielem als Transformationen der christlichen Narration und Ikonographie

Hans-Jochen Vogel
Katastrophen
Gedanken zu einem zeitlosen, jetzt aber besonders aktuellen Thema

[Kolumne]

Das Zweite Vatikanum durch die Brille des Apostelkonzils
Ein verblüffender Einblick

[Konzil]

Michal Kaplánek – Martin Fujdl
Jugendpastoral in den tschechischen Pfarrgemeinden
Ein Forschungsfeld für die Pastoraltheologie

[Forschungsbericht]
Langfassung des Artikels

Hermann Bunse
Wenn Hoffnung praktisch wird Krippe am Fluss. Ein Projekt mit Strafgefangenen
in Untersuchungshaft
[Best Practice]

Josef Sayer
Misereor hilft in Haiti
Zeichen der Hoffnung im Armenhaus Lateinamerikas
[Best Practice]