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Achtung: Grenze!
Gerhard Nachtwei
Grenz-Erfahrungen
Grenzen sind ambivalent wie
die Freiheit auch. Die als Wunder und
Gottesgeschenk erfahrene Grenzöffnung
bei der Wende 1989 hat die Freiheitskunst
mancher Menschen überfordert.
Die grenzenlose Ausbeutung der
Ressourcen der Erde macht Sorge. Dabei
können Christen auf das Ende als ermöglichendes
Eschaton schauen.
> Volltext

Hans Schelkshorn
Die Obsession der Grenzüberschreitung
Eine Überlegung zur Krise der Moderne
Die Welt ist nicht bloß deshalb in
der Krise, weil Menschen ihre modernen
Möglichkeiten falsch einsetzen.
Das beständige Überwinden von Grenzen
ist der Kern der Moderne – und
es ist ambivalent. Auf diesem Hintergrund
ist heute neu nach dem zu
haltenden Maß zu fragen.

Pirmin Spiegel
»Mehr leben mit weniger«
Achtsamkeit als neues Paradigma
Unter dem Stichwort »Cuidado« –
Achtung oder Achtsamkeit – plädieren
Stimmen aus dem Süden für eine neue
Haltung zu Welt und Leben. Angesichts
der erschreckenden Tatsachen von
wachsender Armut, Verelendung und
der Bedrohung des Weltklimas
ist ein solches Umdenken
dringend geboten. Ein Aufruf.

Sabine Gruber
Fairshare
Ökologischer Lebensstil und globale Gerechtigkeit
Wer mit den Ressourcen dieser Erde achtsam umgehen möchte,
hat viele Möglichkeiten.
Ein konkretes Projekt errechnet
den eigenen ökologischen Fußabdruck
und zeigt Alternativen auf.

Petra Wasserbauer
Handlungsspielraum versus Resignation
Erfahrungen mit dem Versuch, fair zu leben
Der Möglichkeit, nur fair gehandelte
Produkte zu konsumieren, sind Grenzen
gesetzt. Dennoch ist es möglich, sich für
Gerechtigkeit und Verantwortung zu engagieren,
und das prägt auch das eigene
Leben. Über den engen Tellerrand des
Privaten hinauszuschauen gehört dazu.

Katharina und Steffen Köhnlein
Einsatz an der Seite der Ärmsten
Das Volontariat der internationalen Bewegung ATD Vierte Welt
Nur wer das Leben der Armen teilt,
kann mit ihnen auf Augenhöhe solidarisch
sein. Auf dieser Überzeugung
baut ein besonderer Einsatz von
Freiwilligen auf. Er kann z.B. bedeuten,
gemeinsam in einem sozial schwierigen
Viertel Alternativen zur Gewalt
zu finden. Eine Erfahrung.

Monika Rohfleisch
Kleine Schritte im großen Ganzen
Schlaglichter auf das Engagement eines Dekanates im
Bereich Arbeitslosigkeit
Ausdauernde Sensibilisierung ist nötig,
um sozialpolitische Themen in die Gemeinde
zu tragen. Dabei sind konkrete
und nachhaltige Projekte in zivilgesellschaftlicher
Kooperation duchaus möglich.
Inzwischen zeigen sich auch Gemeindemitglieder
als direkt Betroffene.
Ein Erfahrungsbericht.

Marie-Louise Gubler
Der Blick über die Grenze
Predigt zu Dtn 33-34 und Lk 9,28-36
Mose steht an der Grenze zum gelobten
Land, Jesus auf dem Berg der Verklärung
an der Grenze zu seinem Leidensweg.
Was wie ein Ende aussieht,
kann zum Ort einer besonderen
Begegnung werden.

Im Interview: Claudia Lücking-Michel
Mehr Ökumene wagen
Erfahrungen und Ergebnisse des 2. ÖKT
Der zweite Ökumenische Kirchentag in
München zeigte nicht nur die bunte
Vielfalt christlichen Lebens, Denkens
und Feierns. Er erweiterte auch das ökumenische
Miteinander und wird weiterwirken.
Auf der Agenda der Zukunft
steht nach der Pragmatik des Großevents
die theologische Vertiefung.

Fulbert Steffensky
Christentum – lebendiges Wasser
für die Welt
Eines der Podien des Ökumenischen
Kirchentages ging der Frage nach, was
der spezifische Beitrag des Christentums
im Konzert der Religionen beinhaltet.
Im Folgenden dokumentiert DIAKONIA
eine pointierte Stellungnahme dazu
Es sind die Erinnerung an das Recht
der Armen, das Wort von der Gnade
und die Kirche als Institution.

Mizrap Polat
Sadaqa und Zakat
Solidarität und Seelsorge im Islam
Der Islam verpflichtet zur Verantwortung
füreinander in einem umfassenden
und ganzheitlichen Sinn.
Auch Nichtgläubige sind darin
eingeschlossen. Erziehung, Bildung
und gegenseitige Ermahnung zielen
auf eine achtsame Sorge für Leib
und Seele der Mitmenschen.

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