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Sport: Spiel und Kampf
Markus Schlagnitweit
Es lebe der Sport!
Sport – Vergnügung und Zeitvertreib
und dennoch mehr als seichte Unterhaltung. Sport als Unter-Haltung trägt,
ist sinn-und identitätsstiftend, fördert Persönlichkeitsbildung,
Gemeinschaft und körperliche wie geistige Entfaltung. Sport nimmt
unterschiedliche Formen an, mitunter auch problematische. Und fordert
Kirche und Pastoral heraus.
> Volltext

Christoph Hübenthal
Der menschliche und religiöse Sinn
des Sports
Spiel als soziale Aktivität, in der
der Mensch Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer testet, gehört wesentlich
zum Mensch-Sein dazu. Der Mensch findet sich selbst als spielendes Wesen
vor. Im Spiel findet auch Begegnung mit dem Numinosen statt. Kult und
Spiel sind aufs engste verwoben, wie sich an den antiken Olympischen Spielen
oder am modernen Sport zeigt.
 
Alois Koch SJ
Gegen die Entfesselung des Sieges-Codes
Ethische Anmerkungen zum Sport
Sport ist nicht wertneutral. Welchen Werten
folgt Sport? Welchen Werten soll er folgen? Spiel, Muße und Entfaltung
sind Elemente des Sports, aus denen sich systemimmanent Leitlinien einer
Sportethik gewinnen lassen. Vom Christentum her verbietet es sich, Sport
als innerweltliche Zielsetzung absolut zu setzen.

Michael Kühn
Suchen, was dem Leben dient
Kirche und Sport im Dialog
Kirche und Sport stehen oft in Konkurrenz,
z.B. wenn es um Veranstaltungen am Sonntag geht oder um die Bedeutung
als Sinnstiftungsinstanz. Von einer gegenseitigen Öffnung würden
beide profitieren: Die Kirche kann dem Sport Werte und Menschenbild an
die Hand geben. Und der Sport kann der Kirche helfen, christliche Grundbegriffe
leiblich erfahrbar zu machen.

Jochen Dohm
Kirche mitten im Trubel von Kommerz und
Hektik
Die Arenakapelle AufSchalke
Kirche im Fußballstadion: Die Arenakapelle
AufSchalke lädt Spieler und ZuschauerInnen zur Meditation ein und
bietet Menschen, die keinen Kontakt zu ihrer Ortsgemeinde haben, Möglichkeiten
der Begegnung mit Kirche. Besondere seelsorgliche Aufmerksamkeit gilt
seh- und gehbehinderten Fußballfans.

Im Interview: Bernhard Maier
Seelsorge für Wettkämpfer
Kontakt und Kommunikation, Gottesdienste
feiern und zuhören, bestärken und trösten sowie die Etablierung
ethischer Prinzipien sind wesentliche Eckpfeiler der Arbeit des österreichischen
Olympia- und Parolympics-Seelsorgers P. Bernhard Maier. Im Gespräch
mit Monika Jagenteufel erzählt er von seinen Erfahrungen.

Vera Rüttimann
Durchstiche, Übergänge, Grenzüberschreitungen
Spirituelle Bergwanderwochen
Eine Form, durch sportliche, körperliche
Aktivität spirituelle Tiefendimensionen zu erschließen, sind
Wanderexerzitien. Hier verbinden sich die leibliche Erfahrung des – auch
an eigene Grenzen – Gehens und die Begegnung mit der Natur zur Gotteserfahrung.
Wanderexerzitien lehren auch Einfachheit,
Teamgeist und Rücksichtnahme.

Daniela Kleinsteuber
Sport und Respekt vor dem Nächsten
Die Arbeit des SVKT Frauensportverbands
Der SVKT Frauensportverband verwirklicht
in seinem
Engagement im Breitensport christliche Grundhaltungen.

Leo Karrer
ChristIn-Sein als Leistungssport?
Predigt über Sport als Metapher für ChristIn-Sein
Gott ist das Ziel auf dem Weg des ChristIn-Seins.
Die Orientierung an diesem Ziel mahnt Paulus ein, wenn er die Mitglieder
der Gemeinde von Korinth auffordert, so zu laufen, dass sie gewinnen.

Maria Katharina Moser
Als Ministrantin helfen?
Einige Aussagen der »Donaupriesterinnen«,
die sich vom neuen Papst wünschen, er möge ihre Exkommunikation
zurücknehmen, erscheinen für LaiInnen befremdlich.

Rudolf Schwarzenberger
Franz Kardinal König – der Jahrhundertkardinal
Erinnerungen zum 100. Geburtstag
Kardinal Franz König war nicht nur
Motor wesentlicher kirchlicher Entwicklungen. Er war auch und vor allem
Pfarrer seiner Diözese, ein Bischof, der sein Ohr an den Freuden
und Sorgen der Menschen, LaiInnen wie Priester, seiner Diözese hatte.
Daran sei anläßlich seines 100. Geburtstags, den er am 3. August
2005 gefeiert hätte, erinnert.

Christian Rathner
Sehnsucht nach Religion
Staunen nach dem Papstwechsel
Gibt die Symbiose von kirchlichem Geschehen und medialer Wirklichkeit
rund um den Tod des alten und die Wahl des neuen Papstes Anlass für
Hoffnung auf einen Aufschwung der römisch-katholischen Kirche?

Konrad
Raiser
Vierzig Jahre nach dem Ökumenismus-Dekret
Was ist daraus geworden? Was soll daraus werden?
In den 40 Jahren seit der Veröffentlichung
des Ökumenismus-Dekrets des Zweiten Vatikanischen Konzils gab es
viele Fort- und auch Rückschritte in der Ökumene und im Verhältnis
zwischen römisch-katholischer Kirche und Ökumenischem Rat der
Kirchen. Als große Frage bleibt die Interpretation und Weiterentwicklung
der ekklesiologischen Positionen des Konzils.

Dzintra Ilisko
Die katholische Kirche in Zeiten des
Wandels in Lettland
In der postsowjetischen Periode prägen
Pluralismus und religiöse Vielfalt, die im Rahmen des marxistisch-leninistischen
Dogmas unbekannt waren, die Gesellschaft Lettlands. In dieser Situation
gewinnt die lettische Kirche nicht nur Stimme und Status, sie muss sich
der neuen Offenheit sowie dem damit verbundenen
Mangel an öffentlich geteilten Werten stellen.

Klemens Richter
Teufelaustreibung in liturgischer Feier?
Der Umgang mit dem römischen Exorzismus von 1999
Ist der Exorzismus in unserer Kultur noch zeitgemäß? Stärkt
dieser Ritus bei den Betroffenen nicht falsche Vorstellungen, von denen
sie geheilt werden müssten? Und wie kann Menschen geholfen werden,
die sich vom Bösen bedrängt fühlen?
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