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Glück und Genießen

Leo Karrer
Glück
Die Suche nach Glück und das Streben nach Genuss sind unausrottbare Triebfedern menschlichen Handelns. Und doch bleibt wahres Glück jedem Zugriff entzogen: Es gibt sich als Geschenk und verweist über sich hinaus im Modus der Verheißung.
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Marie-Louise Gubler
Dein Wort war mir Glück und Herzensfreude (Jer 15,16)
Glück ist auch in der Bibel ein geläufiges Thema: Es wird dankbar erfahren, erhofft, verheißen, schmerzlich vermisst, von Gott erbeten ... Jesu Seligpreisungen sind schließlich Ermutigungen zum Glück gerade für die, die jetzt als unglücklich gelten.

Clemens Sedmak
»Selig sind die Glücklichen«
Spaß, Glück und das gute Leben
»Have fun«, so grüßt man sich in der Spaßgesellschaft. Nach einem
geglückten Leben – und nicht nur dem eigenen – zu fragen, scheint den Spaß zu verderben. Denn dazu gehört eher das »Gespür für Ernsthaftigkeit«. Eine Seligpreisung der Glücklichen findet der Autor in der Bibel jedenfalls nicht.


Heinrich Jacob
Sehnsucht nach dem Paradies
Wellness als pastorale Chance
Wellness muss nicht oberflächlich sein, sondern kann als Suche nach einer Harmonie von Körper, Geist und Seele Menschen in die Tiefe religiöser Fragen führen. Nicht nur eine kundenorientierte, sondern gerade eine missionarische Pastoral hat hier ihre Aufgabe.

Veronika Prüller-Jagenteufel
Unverzweckt dankbar
Auf der Suche nach einer christlichen Spiritualität
des Genießens
Genuss ist nicht das erste, das mit dem christlichen Glauben assoziiert wird. Wer als ChristIn genießen will, wird dennoch fündig: z.B. bei der Haltung der Achtsamkeit gegenüber Menschen und Dingen, aber auch bei der Gegenwart Gottes, die genießbar ist.

Peter Paul Kaspar
Liturgie genießen
Ist Liturgie genießbar? Ist Genuss hier überhaupt ein Kriterium? Für viele sind die Sonntagsmessen eher befremdlich als unterhaltend. Doch Gottes Dienst sollte nicht langweilen, sondern berei-chern: z.B. mittels Stille und Musik.

Markus Schlagnitweit
Feurige, tief beglückende Fülle
Eine Predigt zum Weinwunder von Kana (Joh 2,1-11)
Um Wein zu genießen, braucht es Erfahrung im Umgang mit diesem Getränk: Die ersten Schlucke haben noch kaum einem geschmeckt. Auch der Glaube entfaltet erst bei häufiger Verkostung seine alle Sinne beglückende Wirkung.

Franz Weber
»Glückselig die Armen …«
Arme glücklich zu preisen, erscheint angesichts von Unterdrückung, Elend und Tod zunächst zynisch. Nur wer sich respektvoll an ihre Seite stellt, kann in den Fragen des Glücks tatsächlich von den Armen lernen.

Veronika Prüller-Jagenteufel
Nahaufnahme
Wie Aufbrüche sichtbar werden

Die zweite -Tagung fragte nach hoffnungsvollen Aufbrüchen im kirchlichen Leben. Wer sie erkennen möchte, braucht den Mut, genau hinzusehen.

Peter Kvaternik
Im Herzen Europas
Kirche und Gesellschaft in Slowenien

Gemischte Gefühle im »neuen Europa« und das ambivalente Erbe der Vergangenheit: Auch in Slowenien ringt die Kirche u.a. mit Fragen
der Versöhnung sowie damit, dass Gott zwar nicht mehr geleugnet,
aber auch seltener geglaubt wird.

Dorothea Schwarzbauer-Haupt
Sympathieträgerin für Frauenanliegen
Diözesane Frauenkommission Linz

Seit 1997 hat die Diözese Linz (Oberösterreich) eine Frauenkommission.
Sie ist bischöfliches Beratungsorgan und macht Lobbyarbeit für Frauenanliegen. Mal Feigenblatt und mal starke Initiatorin ist sie aus dem diözesanen Gefüge nicht mehr wegzudenken. Ein hoffnungsvolles Beispiel.

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Mystik, Emanzipation, Politik
Hildegard Burjan (1883-1933)
Sozialreformerin, Konvertitin, Gründerin einer Schwestern-gemeinschaft: Hildegard Burjan ist ein modernes Beispiel der Verbindung von Frömmigkeit und Politik, wobei die feste Einfachheit ihres Glaubens sowie ihre Leidensbereitschaft in spät-modernen Ohren beinahe anstößig klingen.