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Den langen Atem bewahren

Marie-Louise Gubler
Im Riss stehen

Zur Berufung der Propheten gehört, für ihr Volk vor Gott in die Bresche zu springen, sich um des Heiles willen in den Riss zu stellen. Auch die heute in der Kirche aufbrechenden Klüfte brauchen Menschen, die dazu bereit sind. Den dafür nötigen langen Atem bewahrt, wer aus der Quelle lebt und das Ziel sieht.
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Leo Karrer
Auch im Winter wächst das Brot
Die Kirche zwischen Vergangenheit und Zukunft

In seiner Abschiedsvorlesung hat Leo Karrer darüber Rechenschaft gegeben, was ihn, trotz aller scheinbaren Vergeblichkeit der Reformbemühungen, leidenschaftlich Christ und Kirchenmann sein lässt: die Botschaft einer Liebe, der zu dienen sich lohnt.

Ludger Schwienhorst-Schönberger
Vom Nutzen der Verzögerung
Biblische Überlegungen

Die Bibel erzählt davon, dass oft gewartet werden muss, bis sich Verheißenes erfüllt: keine untätige Wartezeit, sondern Gelegenheit, sich beharrlich einzuüben in das Nahesein bei Gott. Die Verzögerung eröffent einen Raum für Leben und Wachsen.

Norbert Arntz / Herbert Wasserbauer
Hoffnung von den Armen her
Provokationen und Stützen in kirchlicher Eine-Welt-Arbeit

Was hilft, im Engagement für eine gerechte Welt fest zu stehen? Ein Priester mit langer Erfahrung im Einsatz in und für Lateinamerika und ein junger, in der kirchlichen Entwicklungsarbeit engagierter Laientheologe teilen ihre Hoffnungsquellen: den Blick auf die Armen und die Verankerung im Gebet.

Hanna-Renate Laurien / Andrea Qualbrink
Plädoyer für eine faire Diskussion
Geschlechtergerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft

Wo stehen wir mit den Frauen- und Geschlechterfragen heute? Die Hoffnung richtet sich weniger auf die Strukturen, sondern auf Menschen. Für sie lohnt sich gestern wie heute der Einsatz. Eine Theologin aus dem wissenschaftichen Mittelbau im Gespräch mit einer Grande Dame der katholischen Szene.

Uta Fromherz
Der lange Atem ist der Heilige Geist
Erfahrungen der Menzinger Schwestern mit dem Konzil

Das Konzil brachte tief greifende Veränderungen des klösterlichen Alltags. Sie halfen dem Orden, gerade im schulischen Engagement auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Infragestellungen des Konzils erschrecken auch deshalb. Nötig ist, die Texte neu zu lesen und wirksam werden zu lassen.

Christian Hennecke
Ist die Kirche noch zu retten?
Für einen fundamentalen ekklesiologischen Paradigmenwechsel

Während eine Sozialgestalt von Kirche immer mehr vergeht, entsteht eine neue. In ihr sammeln sich Menschen, die ihren Glauben nicht ererbt, sondern gesucht und gefunden haben. In Kleinen Christlichen Gemeinschaften leben sie miteinander diesen Glauben.

Bernhard Obojes
Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hinterfragen
Über Funktionsweise und Alternativen unseres Wirtschaftssystems

Wodurch ist die Wirtschaft denn so in die Krise geraten? Und was kann man dagegen tun? KonsumentInnen haben Macht: Das Streben nach dem billigsten Angebot steuert ebenso wie die Entscheidung, fair zu handeln.
Auch auf dem Finanzmarkt.

Peter Gach
Armenbekämpfung statt Armutsbekämpfung
Persönliche Erfahrungen

Arbeitslosigkeit führt oft in die Armut. Bereits kleinere Zahlungen können dann größere Probleme auslösen. Viele behördliche Maßnahmen erhöhen bloß den Druck, werden als zusätzliche Belastung und nicht als Hilfe wahrgenommen. Eine Darstellung aus der Sicht eines betroffenen Österreichers.

Alexander Flierl
Die allgemeine Sorge für die Kranken
Pastorale Perspektiven ehrenamtlicher Krankenbesuchsdienste

Um Kranke zu besuchen, muss man kein ausgebildeter Profi sein. Dieses Werk der Barmherzigkeit ist allen aufgetragen. Zugleich brauchen Ehrenamtliche Hilfe und Begleitung, damit die Begegnung mit den Kranken gelingen und die christliche Heilsbotschaft durchkommen kann.