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Orte von Kirche

Leo Karrer
Orte der Kirche: die Menschen
Nicht zuletzt Sparmaßnahmen haben eine neue Diskussion um die kirchlichen Orte entfacht. Sind primär Ortsgemeinden zu erhalten oder geht es darum, neue Begegnungsorte zwischen modernem Leben und Kirche zu schaffen?
Klar ist, dass Menschen ebenso Wurzeln brauchen wie Flügel und auf
allen Lebenswegen Gott anzutreffen ist.
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Siegfried Kleymann
Heilsame Nähe
Gedanken zur Spiritualität einer Ortsgemeinde

Schuld ist ein zentrales Thema im biblischen Ringen um ein rechtes Verhältnis zu Gott und zu einander. Den Weg zur Überwindung der Schuld weisen im biblischen Denken die Liebe und die Bereitschaft zu Versöhnung sowie die Stellvertretung.

Eva Südbeck-Baur
Wie ein Orchester mit verschiedenen Instrumenten
Zum Zueinander verschiedener Kirchenformen, ausgehend von der Offenen Kirche Elisabethen

Kirchenfernen SucherInnen bietet die Offene Kirche Raum an. Aus den gemachten Erfahrungen wächst das Traumbild einer vielfältigen Kirche, in der gemeindliche und überpfarreiliche Lebensformen aufeinander hingeordnet sind.

Jürgen Werbick
Auslaufmodell Ortsgemeinde?
Rückfragen eines systematischen Theologen

Nicht nur kirchenorganisatorisch, auch soziologisch und theologisch geraten Ortsgemeinden unter Druck. Ihr Scheitern zu behaupten, erscheint dennoch verfrüht und bleibt aus theologischer Perspektive bedenklich. Schließlich ist es der Geist Gottes, der sich in der Fläche verausgabt und sich nicht auf Sonderorte beschränkt.

Dagmar Stoltmann
Von der Übersichtlichkeit zur Umsichtigkeit
Erfahrungen mit Seelsorgeräumen
Mehrere deutsche Bistümer fassen derzeit kleinere Pfarreien zu größeren Einheiten zusammen. Die Angst vor der Unübersichtlichkeit steigt. Eine umsichtige Seelsorge kann dem begegnen: z.B. mit partizipativen Leitungsformen und diakonaler Aufmerksamkeit.

Manfred Belok
Von der Strukturdebatte zur Zieldiskussion
Zur Seelsorgeentwicklung im deutschsprachigen Raum

In der gegenwärtigen Umbruchsituation steht die Seelsorge vor widersprüchlichen Herausforderungen: In immer größeren territorialen
Einheiten soll immer anspruchsvoller auf die konkreten Lebenssituationen eingegangen werden. Ein Überblick.

M. Luzia Willi
Gemeinschaft mit der Kirche am Ort
Der Weg der Kapuzinerinnen von Solothurn

Der Anspruch, Kirche in der Welt zu sein, hat die Klosterschwestern in vielfältiger Weise mit den Menschen und Kirchen vor Ort in Verbindung gebracht. Erfahrungsbericht von einem noch unabgeschlossenen Suchprozess.

Gerhard Nachtwei
Unglaubliche Orte von Kirche
Lernen aus der Praxis des Erwachsenenkatechumenates

Der »Glaubenssinn der Ungläubigen« ist auch ein Ort von Kirche: Ort von Gottes Gegenwart in der gemeinsamen Suche. Auf solche Orte zu schauen, belebt auch das Fragen nach neuen Pastoralkonzepten.

Franz Weber
Neuverortung von Kirche?
Gemeindeentwicklungen in den Kirchen des Südens

Die Erfahrungen der basisnahen Gemeinschaften der Kirche der Armen sind auf Mitteleuropa nicht übertragbar. Sie dennoch wahrzunehmen, weitet den Horizont, vor dem auch die Umstrukturierungen hierzulande stattfinden, und es ermutigt zu pastoraler Kreativität.

Veronika Prüller-Jagenteufel
Marktgängige Kirche?
Die Sinus-Umfrage sagt viel über die Situation der Kirche. Vielsagend ist auch, wie und wonach gefragt wird. Wenn Kirche wissen will, wie ihr Produkt platziert werden kann, scheint die Erinnerung an den Auftrag, den Geringsten zu dienen, eher quer zu liegen.

Ulrich Feeser-Lichterfeld
Pastoral im Zeichen demographischen Wandels
Anstöße für ein neues Miteinander der Generationen

Die Lebenssituationen alter Menschen sind ebenso vielfältig wie die der Jungen. Glaube entwickelt und verändert sich in der gesamten Lebensspanne – auch im Alter. Diese empirischen Daten zusammen mit der sich umkehrenden gesellschaftlichen Alterspyramide legen nahe, anstelle einer in sich geschlossenen Altenpastoral den Austausch zwischen den Generationen verstärkt zu fördern.


Judith Könemann
Religion als Wellness für die Seele?
Pastoralsoziologische Beobachtungen zu einem religiösen Trend

Religion soll wohltuend und heilsam sein, sagt heute gängiges Bewusstsein. Aus christlicher Perspektive ergeben sich noch weitere Kriterien. Religiöse Moden nicht nur zu beschreiben, sondern sie kreativ mit dem Anspruch des Evangeliums in Verbindung zu setzen, ist Aufgabe der Pastoralsoziologie. Eine Standortbestimmung.

Vera Rüttimann
Zwischen Achterbahn und Circuszelt
Circus- und Schausteller-Seelsorge

Das fahrende Volk wurde auch von der Kirche lange Zeit beargwöhnt. Wo durch gute Seelsorge Misstrauen überwunden werden kann, zeigen sich die Artisten und Schaustellerinnen als tief religiöse Menschen, von deren Erfahrungen die Kirche lernen kann.