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Tiere

Martina Blasberg-Kuhnke
"Auf den Hund gekommen"?
Mensch-Tier-Beziehungen und Pastoral
Menschen stehen in vielfältigen Beziehungen zu Tieren: Sie lieben Tiere, sie nutzen Tiere, sie verachten Tiere. Die Mensch-Tier-Beziehung ist ein theologisch noch weitgehend unbeackertes Feld, das viele Anknüpfungspunkte bietet für eine Pastoral, die sich Menschen in ihren Bindungen, Beziehungen und Bezügen zuwenden will.
Volltext

Ulrich Lüke

Der Mensch - das betende Tier
Über den bio-theologischen Zusammenhang von Tier und Mensch
Ist der Mensch auch nur ein Tier? Oder unterscheidet sich der Mensch grundlegend vom Tier? Keine dieser beiden Fragen lässt sich mit einem eindeutigen Ja beantworten. Das Animalische im Menschen nährt das Humane und das Humane das Animalische. Der Mensch greift über das Animalische hinaus, ohne es hinter sich zu lassen.

Gerhard Marschütz

Eine Ethik für Tiere?
Massentierhaltung und Tierversuche lassen nach einer Ethik fragen, die Tiere achtet. Gegen die Verfügungsgewalt des Menschen über die Tiere begründen Ansätze radikaler Tierethik die moralische Gleichstellung von Mensch und Tier. Christliche Ethik betrachtet Tiere als Mitgeschöpfe, die weder vermenschlicht noch versachlicht werden dürfen.

Franz Weber
"Gott segnete sie …" (Gen 1,22)
Wenn Menschen und Tiere einander zum Segen werden

Die existenzielle Verfolchtenheit von Mensch und Tier zu einer Schicksalsgemeinschaft prägte lange Zeit die bäuerliche Kultur und fand in der Volksfrömmigkeit in Form von Schutzheiligen und Tiersegnungen ihren Ausdruck. Wie kann heute pastoral und liturgisch auf das veränderte Mensch-Tier-Verhältnis reagiert werden?

Eleonore Reuter
Der Zoo als Arche Noah
Zooführungen als bibelpastorales Projekt

Die Bibel beschreibt Gott mit Bildern aus der Tierwelt. Sie betrachtet Tiere wie den Menschen als Geschöpfe Gottes. Wo und wie die Bibel das tut, wurde bei biblischen Zooführungen erfahrbar. Ein Projekt, das nicht nur einen neuen Zugang zur Bibel und theologischen wie ethischen Themen eröffnet, sondern vor allem Spass macht.

Interview: Gudrun Trabhagen
Türöffner und Erinnerungsschlüssel
Der Einsatz von Hunden in der Altenbetreuung

Im Caritas-Altenheim St.-Paulus-Stift in Göttingen kommen einmal pro Woche Hundebesitzerinnen mit ihren Hunden auf Besuch. Für die demenz-kranken Heim-BewohnerInnen öffnet die Begegnung mit den Tieren Türen zu mehr Lebensqualität. Daniela Dudas hat mit Gudrun Trabhagen, die die Hundegruppe im St.-Paulus-Stift organisiert und begleitet, über den Einsatz von Hunden in der Altenbetreuung gesprochen.

Sabine M. Sobotka
"Die Vision des heiligen Eustachius"
Ein Einblick in die mittelalterliche Tiersymbolik

Der Hirsch als Symbol für die nach Gott dürstende Seele, der Hase als Symbol für Christus, der Hund als Symbol für das Jenseits - Tiere transportieren vielfältige Bedeutungen, besonders in der mittelalterlichen Bildkunst.

Konrad Kunze
Spirituelle Zoologie
Tierdarstellungen im Freiburger Münster

Tierdarstellungen in Kirchen unterweisen in Glauben und Lebensführung. Ihre symbolischen Bedeutungen sind nicht immer eindeutig.

Maria Katharina Moser
Kirchenasyl? Kirchenasyl!
Angesichts drohender Verschärfungen im Asylgesetz, wird - so ist zu hoffen - auch in Österreich die Frage des Kirchenasyls virulent werden.

Magdalena Bogner
Gesandt zum Heil aller Menschen
Gedanken 40 Jahre nach der Veröffentlichung des Laiendekrets

Erlösung gilt allen Menschen, Jesus selbst beruft zum Apostolat, und alle Getauften sind berufen, die Sendung der Kirche zu verwirklichen, sind Kernaussagen des Laiendekrets des Zweiten Vatikanischen Konzils. Der Anspruch des Dekrets, alle Getauften mögen tun, was sie aufgrund ihrer Berufung zu tun haben, harrt immer noch der Umsetzung in Strukturen, die dies ermöglichen.

Heinrich Missalla
Die katholische Kirche und der 2. Weltkrieg
Anmerkungen zu einem dunklen Kapitel deutscher Kirchengeschichte

Gehorsam gegenüber der Staats- und Wehrmachtsführung hat die Leitung der katholischen Kirche während der NS-Zeit von Ihren Gläubigen verlangt. Die Auseinandersetzung damit muss Teil der Bereitschaft, sich der beschämenden Wahrheit eigener Schuld zu stellen, sein.

Norbert Arntz
"Er kam, um Zeugnis abzulegen für das Licht" (Joh 1,7)
Beerdigungsgottesdienst für einen Priester

Wenn ein Priester gestorben ist - wie kann deutlich werden, dass hier nicht nur ein Vertreter der Kirche gestorben ist, sondern ein Mensch, der unverwechselbar sein Leben und seine Beziehung(en) gelebt hat?

Manfred Körber und Rainer Krockauer
Glaubenszeugnis und Kirchenentwicklung
Der Sparzwang stößt gegenwärtig Umstrukturierungsprozesse in der Kirche an. Diese können nur gelingen, wenn sie im Glaubenszeugnis der Einzelnen verankert werden. Genauso wie Glaubens- und Kirchenentwicklung umgekehrt Organisationsentwicklung brauchen.

Ansgar Kreutzer und Franz Gruber
Hilft der Glaube sterbenden Menschen?
Impulse aus einer empirischen Studie zur Sterbebegleitung

Enttabuisierung des Sterbens, Sensibilität für Sinnfragen im Prozess der Sterbebegleitung und eine theologisch fundierte Gesprächskultur, die Eschatologie in Hoffnungssprache umsetzt, sind Herausforderungen an Kirche und Theologie angesichts des Umgangs mit dem Sterben in unserer Gesellschaft.