|

Ausgaben > 2005
Ausgaben > 2004
Ausgaben > 2003
|
Tiere
Martina Blasberg-Kuhnke
"Auf den Hund gekommen"?
Mensch-Tier-Beziehungen und Pastoral
Menschen stehen in vielfältigen Beziehungen zu Tieren: Sie lieben
Tiere, sie nutzen Tiere, sie verachten Tiere. Die Mensch-Tier-Beziehung
ist ein theologisch noch weitgehend unbeackertes Feld, das viele Anknüpfungspunkte
bietet für eine Pastoral, die sich Menschen in ihren Bindungen, Beziehungen
und Bezügen zuwenden will.
Volltext

Ulrich Lüke
Der Mensch - das betende Tier
Über den bio-theologischen Zusammenhang von Tier
und Mensch
Ist der Mensch auch nur ein Tier? Oder unterscheidet sich der Mensch grundlegend
vom Tier? Keine dieser beiden Fragen lässt sich mit einem eindeutigen
Ja beantworten. Das Animalische im Menschen nährt das Humane und
das Humane das Animalische. Der Mensch greift über das Animalische
hinaus, ohne es hinter sich zu lassen.

Gerhard Marschütz
Eine Ethik für Tiere?
Massentierhaltung und Tierversuche lassen nach einer Ethik fragen, die
Tiere achtet. Gegen die Verfügungsgewalt des Menschen über die
Tiere begründen Ansätze radikaler Tierethik die moralische Gleichstellung
von Mensch und Tier. Christliche Ethik betrachtet Tiere als Mitgeschöpfe,
die weder vermenschlicht noch versachlicht werden dürfen.

Franz Weber
"Gott segnete sie …" (Gen 1,22)
Wenn Menschen und Tiere einander zum Segen werden
Die existenzielle Verfolchtenheit von Mensch und Tier zu einer Schicksalsgemeinschaft
prägte lange Zeit die bäuerliche Kultur und fand in der Volksfrömmigkeit
in Form von Schutzheiligen und Tiersegnungen ihren Ausdruck. Wie kann
heute pastoral und liturgisch auf das veränderte Mensch-Tier-Verhältnis
reagiert werden?

Eleonore Reuter
Der Zoo als Arche Noah
Zooführungen als bibelpastorales Projekt
Die Bibel beschreibt Gott mit Bildern aus der Tierwelt. Sie betrachtet
Tiere wie den Menschen als Geschöpfe Gottes. Wo und wie die Bibel
das tut, wurde bei biblischen Zooführungen erfahrbar. Ein Projekt,
das nicht nur einen neuen Zugang zur Bibel und theologischen wie ethischen
Themen eröffnet, sondern vor allem Spass macht.

Interview: Gudrun Trabhagen
Türöffner und Erinnerungsschlüssel
Der Einsatz von Hunden in der Altenbetreuung
Im Caritas-Altenheim St.-Paulus-Stift in Göttingen kommen einmal
pro Woche Hundebesitzerinnen mit ihren Hunden auf Besuch. Für die
demenz-kranken Heim-BewohnerInnen öffnet die Begegnung mit den Tieren
Türen zu mehr Lebensqualität. Daniela Dudas hat mit Gudrun Trabhagen,
die die Hundegruppe im St.-Paulus-Stift organisiert und begleitet, über
den Einsatz von Hunden in der Altenbetreuung gesprochen.

Sabine M. Sobotka
"Die Vision des heiligen Eustachius"
Ein Einblick in die mittelalterliche Tiersymbolik
Der Hirsch als Symbol für die nach Gott dürstende Seele, der
Hase als Symbol für Christus, der Hund als Symbol für das Jenseits
- Tiere transportieren vielfältige Bedeutungen, besonders in der
mittelalterlichen Bildkunst.

Konrad Kunze
Spirituelle Zoologie
Tierdarstellungen im Freiburger Münster
Tierdarstellungen in Kirchen unterweisen in Glauben und Lebensführung.
Ihre symbolischen Bedeutungen sind nicht immer eindeutig.

Maria Katharina Moser
Kirchenasyl? Kirchenasyl!
Angesichts drohender Verschärfungen im Asylgesetz, wird - so ist
zu hoffen - auch in Österreich die Frage des Kirchenasyls virulent
werden.

Magdalena Bogner
Gesandt zum Heil aller Menschen
Gedanken 40 Jahre nach der Veröffentlichung des Laiendekrets
Erlösung gilt allen Menschen, Jesus selbst beruft zum Apostolat,
und alle Getauften sind berufen, die Sendung der Kirche zu verwirklichen,
sind Kernaussagen des Laiendekrets des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Der Anspruch des Dekrets, alle Getauften mögen tun, was sie aufgrund
ihrer Berufung zu tun haben, harrt immer noch der Umsetzung in Strukturen,
die dies ermöglichen.

Heinrich Missalla
Die katholische Kirche und der 2. Weltkrieg
Anmerkungen zu einem dunklen Kapitel deutscher Kirchengeschichte
Gehorsam gegenüber der Staats- und Wehrmachtsführung hat die
Leitung der katholischen Kirche während der NS-Zeit von Ihren Gläubigen
verlangt. Die Auseinandersetzung damit muss Teil der Bereitschaft, sich
der beschämenden Wahrheit eigener Schuld zu stellen, sein.

Norbert Arntz
"Er kam, um Zeugnis abzulegen für
das Licht" (Joh 1,7)
Beerdigungsgottesdienst für einen Priester
Wenn ein Priester gestorben ist - wie kann deutlich werden, dass hier
nicht nur ein Vertreter der Kirche gestorben ist, sondern ein Mensch,
der unverwechselbar sein Leben und seine Beziehung(en) gelebt hat?

Manfred Körber und Rainer Krockauer
Glaubenszeugnis und Kirchenentwicklung
Der Sparzwang stößt gegenwärtig Umstrukturierungsprozesse
in der Kirche an. Diese können nur gelingen, wenn sie im Glaubenszeugnis
der Einzelnen verankert werden. Genauso wie Glaubens- und Kirchenentwicklung
umgekehrt Organisationsentwicklung brauchen.

Ansgar Kreutzer und Franz Gruber
Hilft der Glaube sterbenden Menschen?
Impulse aus einer empirischen Studie zur Sterbebegleitung
Enttabuisierung des Sterbens, Sensibilität für Sinnfragen im
Prozess der Sterbebegleitung und eine theologisch fundierte Gesprächskultur,
die Eschatologie in Hoffnungssprache umsetzt, sind Herausforderungen an
Kirche und Theologie angesichts des Umgangs mit dem Sterben in unserer
Gesellschaft.
|