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Schuld und Traumata
Johann Pock
Schuld und Traumata – eine Herausforderung für die Seelsorge
Am Umgang der Kirche (und jedes einzelnen Christen) mit Schuld wird deutlich, ob sie die eigene Botschaft von Befreiung und Versöhnung ernst nimmt. Gesellschaftliche, mediale und psychologische Zugänge sind dabei zu berücksichtigen – nicht zuletzt in jenen Fällen, wo begangene Schuld Menschen traumatisiert hat.
> Volltext

Simone Lindorfer
»Nicht mehr heimisch werden in der Welt«
Eine Einführung zu Trauma und Schuld aus Sicht der Traumapsychologie
Die Begriffe »Trauma« (als Erfahrung des Opfers) und »Schuld« (als Folge für den Täter) scheinen auf den ersten Blick diametral Gegensätzliches zu bezeichnen. Die Geschichte der Traumapsychologie und einige ihrer Forschungsergebnisse überraschen und verunsichern vorschnelle Kategorisierungen psychologischer Reaktionen auf Gewalt.

Klaus Kießling
Väter als Täter – Seelenmord durch sexuelle Gewalt
Im letzten Heft der DIAKONIA setzte sich einer der Beiträge mit sexueller Gewalt in kirchlichen Institutionen auseinander. Angesichts der damit verbundenen Erschütterungen kommt es darauf an, dass wir uns in die Pflicht nehmen lassen – als Kirche, und dies nicht nur dann, wenn Priester zu Tätern werden, schließlich lebt Kirche auch in der Familie. Um sexuelle Gewalt in Familien und um deren spezifische Dynamik, um Väter als Täter und Wege aus der Gewalt, um Prävention von Seelenmord geht es darum in diesem Beitrag.

Sylvia Hodek
Verwirrspiele um Schuld im Kontext von sexueller Gewalt.
Täterstrategien in familiären und familienähnlichen Strukturen
Viele Täter und Täterinnen verwenden ausgefeilte Strategien, um an ihre Opfer heranzukommen und diese zu missbrauchen. Für eine wirkungsvolle Prävention braucht es Kenntnisse um das Vorgehen von Täterinnen und Tätern.

Ulrich Kropac
Trauma – Trauer – Theodizee
Brechungen im aktuellen Paradigma von Kindheit
Hilfe für traumatisierte Kinder bemisst sich am Bild der Helfenden vom Kind. Welche Auswirkungen hat das aktuelle Kindheitskonzept auf die Wahrnehmung von Trauma- und Trauerreaktionen bei Kindern und den Umgang mit der von ihnen gestellten Theodizeefrage?

Andreas Odenthal
Heilsame Liturgie?
Die Feier des Gottesdienstes in der Spannung zwischen
symbolischer und traumatischer Erfahrung
Der Gottesdienst kann verwundete Menschen nicht heilen, aber er kann heilsam sein: Als Klage kann er menschliches Leid vor Gott ausdrücken, als Gedächtnis des Heilshandelns Gottes realisiert er die zugesagte Nähe des Gekreuzigt-Auferstandenen.

Norbert Bolz
Tribunale Existenz
Die Heuchelei öffentlicher Selbstbekenntnisse wird heute als Machttechnik und zur »authentischen« Selbstdarstellung genutzt; der Medienpranger wird zum Beichtstuhl.

Walter Homolka/Hartmut Bomhoff
»Ich bin Historiker, nicht Opfer«
Die allgemeine Anerkenntnis der Schuld nach der Schoa war in Deutschland und
Österreich ein zäher und schleichender Prozess, der sich Jahrzehnte hinzog und keineswegs immer nur freiwillig begonnen wurde. Nur zu schnell wollte man nach Kriegsende das Kapitel des Grauens schließen. Die Überlebenden des Völkermordes störten da bloß im Bemühen um das Vergessen. Sie trugen ihr Trauma praktisch allein, mussten sich noch die »Wiedergutmachung« erkämpfen und mit ansehen, wie schuldig Gewordene schnell neu Fuß fassten. Der 90. Geburtstag von Ernst Ludwig Ehrlich (1921–2007) ist Anlass zu fragen, wie Ehrlich und sein Mentor Leo Baeck in dieser Konfrontation von Schuld und Trauma wenige Jahre nach der Schoa Wege für ein neues Miteinander von Juden und Christen aufzeigen konnten.
[Kolumne]

Rainer Bucher
Vor uns: Das Konzil
Hat die Kirche eine Chance? Ja! Sie hat das Konzil. Dies muss aber nicht nur interpretiert, sondern auch gelebt werden. Als Aufgabe, die vorausweist. Nicht als »Hausaufgabe« der Kirche, sondern von den Existenzproblemen der Menschen aus.
[Konzil]

Wolfgang Ipolt
Im Spannungsfeld zwischen Katechese und Religionsunterricht in und nach der DDR
Kann die Geschichte der Katechese in der kommunistischen Zeit für die jetzige Situation paradigmatisch sein? Erfahrungen mit dem Religionsunterricht in Ostdeutschland nach der Wende provozieren diese Frage. Die Forschung muss das Spannungsfeld RU und Katechese auf diesem Hintergrund neu aufrollen.
[Forschungsbericht]

Gerhard Nachtwei
Gefängnisseelsorge als »nackter« Ort der Menschen- und Gotteserfahrung
[Best Practice]

Engelbert Paulus
Tödlicher Unfall und Jugendfreizeit: Umgang mit Traumata
Im Umgang mit Tod und Trauer von Jugendlichen sind und bleiben wir als Kirche gefordert. Jugendlichen hilft es, wenn sie in ihrer Trauer aufgesucht und zum kreativen Umgang mit ihr angeleitet werden.
[Best Practice]

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