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Schuld
Peter F. Schmid
Was wir einander schulden …
Nach einer Zeit der Fixierung auf Schuld und Schuldgefühle suchen
aktuelle Strömungen oft Entschuldung und Entschuldigung dafür,
dass wir sind, wie wir sind. Wollen wir unsere Freiheit ernst nehmen,
führt aber kein Weg an der existenziellen und personalen Auseinandersetzung
mit Schuld vorbei.
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Marie-Louise Gubler
Unsere ganze Gerechtigkeit ist
wie ein schmutziges Kleid
Schuld und Vergebung in der Bibel
Schuld ist ein zentrales Thema im biblischen Ringen um ein rechtes Verhältnis
zu Gott und zu einander. Den Weg zur Überwindung der Schuld weisen
im biblischen Denken die Liebe und die Bereitschaft zu Versöhnung
sowie die Stellvertretung.
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Gunter Prüller-Jagenteufel
Schuld als Beziehungsgeschehen
Eine verantwortungsethische Perspektive
Schuldig wird, wer sich der Verantwortung für das gute Leben aller
entzieht. Zur Versöhnung und zu einem verantwortlichen Leben in Bezogenheit
befähigt das Vertrauen, dass alle Schuld bereits von Gott vergebene
ist: Einblicke in einen komplexen Prozess.
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Andreas Wittrahm
»Auch ich verurteile dich
nicht...«
Zum Umgang mit Schuld in der seelsorglichen Begegnung
Menschen in der Auseinandersetzung mit möglicher eigener Schuld gut
zu begleiten, braucht die Grundhaltung einer interessierten Akzeptanz.
Diese kann eine Ahnung davon vermitteln, dass Gott auch Schuldige in Liebe
annimmt. Eine besondere Herausforderung ist es, das auch in den heute
typischen kurzen Begegnungen in der Seelsorge spüren zu lassen.
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Silvia Habringer-Hagleitner
»Ich bin nicht schuld!«
Mit Kindern Schuldfähigkeit lernen – eine religionspädagogische
Herausforderung
Seit der Abkehr von einer »schwarzen«
Pädagogik ist in den Erziehungswissenschaften von Schuld bei Kindern
nicht mehr viel die Rede. Im Vertrauen auf die vergebende Liebe Gottes
ermutigt Religionspädagogik dennoch dazu, Kinder in ihrem Scheitern
nicht allein zu lassen und Schuldfähigkeit als Lernziel ernst zu
nehmen.
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Heribert Wahl
Schuld und Schuldgefühle
Psycho-theologische Aspekte
Rigide Über-ich-Forderungen führen
oft in zerstörerische Schuldgefühle. Die Zusammenschau von Tiefenpsychologie
und Evangelium erkennt als Alternative dazu die jesuanische Einladung,
aus Ich-Stärke heraus der eigenen Schuld zu begegnen.
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Im Interview: Johann
Rzeszut
»Schuld meint: für etwas verantwortlich
sein«
Zum Zusammenhang von Schuld und Strafe aus strafrechtlicher Sicht
Die strafrechtliche Verfolgung bestimmter Taten basiert nicht auf einem
Vergeltungsprinzip, sondern hilft, die Gesellschaft als Schutzraum zu
erhalten. Der Präsident des Obersten Gerichtshofs in Wien erläutert,
dass im juristischen Verständnis Schuld und Verantwortung immer auch
eine gesellschaftliche Dimension haben.
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Paul Deselaers / Dorothea Sattler
In Gesellschaft als Mensch schuldig werden
Spuren des Nachdenkens über einen bedeutsamen Zusammenhang
Über die Sünde, ihr Entstehen und Sich- Fortpflanzen nachzudenken,
ist wichtiger Teil christlicher Theologie. Der folgende Streifzug durch
die Geschichte dieses Themas mündet in aktuelle Sichtweisen und pastorale
Perspektiven.
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Hans Goller
Sind wir determiniert?
Die Debatte um den freien Willen in der Neurobiologie
Von Schuld zu sprechen setzt voraus, dass
Menschen in ihren Handlungen frei sind. Manche Hirnforscher stellen die
Freiheit des Willens jedoch in Frage. Ihre Argumente liegen allerdings
auf anderer Ebene als philosophische Deutungen.
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Veronika Prüller-Jagenteufel
Konzert für Orchester, Klarinette
und unzufriedenes Publikum
Bei moderner Musik ist nach wie vor mehr Verweigerung zu beobachten als
Bereitschaft, sich auf ihre – zuweilen auch unbequeme – Botschaft einzulassen.
Beim Christentum ist es nicht anders: in DIAKONIA hoffentlich doch.
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Monika Hoffmann
Die Rolle des Gebetes beim Krankenbesuch
Beten am Krankenbett? Weder Scheu noch Peinlichkeit sind hier am Platz,
sondern Fingerspitzengefühl und die Selbstverständlichkeit,
die der eigenen Verwurzelung im Gebet entspringt. Dann kann das Beten
mit den Kranken gelingen und im Gebet für sie kann sich das Vertrauen
in Gottes Sorge erneuern, das die Seelsorge entlastet.
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