Ausgaben > 2007
Ausgaben > 2006
Ausgaben > 2005
Ausgaben > 2004
Ausgaben > 2003

Geld

Veronika Prüller-Jagenteufel
Thema Geld
Pastorale und spirituelle Herausforderungen
Geld spielt nicht nur in der finanzpolitisch bestimmten Wirtschaft die zentrale Rolle, es prägt ebenso das private, gesellschaftliche und kirchliche Leben. Dadurch und erst recht im Blick auf die
Schere zwischen Arm und Reich ist Geld auch ein pastoral(theologisch)es Thema.
> Volltext


Armin J. Kammel
Ökonomische Reflexionen zum Mythos Geld
Was ist Geld? Wie funktionieren Wechselkurse und das internationale
Währungssystem? Ein Blick hinter die Selbstverständlichkeiten des täglichen Umgangs mit Geld.

Andreas Novy
»Eine Waffe, die den Gegner verwirrt«
Ökonomische Überlegungen zur Geldpolitik
Geld ist kein neutrales Werkzeug und kein Schleier über den »realen«
Problemen. Geld ist eine umkämpfte soziale Institution. Der Blick auf die
Entwicklung und die Interessen der gegenwärtigen Geldpolitik deckt auf, wie ideologiegeladen diese Kämpfe sind.

Vincenzo Petracca
Lazarus, Zachäus und das Nadelöhr
Geld und Reichtum in der Bibel
Reich zu sein ist nicht böse; doch wer Geld hat, hat große soziale Verpflichtungen. Die klare Botschaft der Evangelien bleibt unbequem. Gegen die Vergötzung von Geld stellt Jesus die Zuwendung zu den Menschen, speziell den Armen.

Sigrid Müller
Vom Obolus zum »ehrlichen Gewinn«

Christentum und Geld in historischer Perspektive
Seit Menschen Geld verwenden, gibt es auch die Frage nach einem gottgefälligen Umgang damit. Die Antwort des Christentums stand und steht in der Spannung von biblisch gebotener innerer Freiheit, Zinsverbot und Armenfürsorge einerseits und pragmatischer Reaktion auf sich wandelnde ökonomische Bedingungen andererseits. Ein Blick in die Geschichte.

Kuno Füssel
Gold, Geld und der Wille des wahren Gottes
Anmerkungen z um kapitalistischen Götzendienst
Das Goldene Kalb und seine Verehrer traf Gottes Zorn. Geld ist heute zum
ungreifbaren Computerspiel geworden, dem seine Schöpfer immer ähnlicher werden. Der Vergötzung unterliegt es nicht minder. Wo begegnet ihr heute heiliger Zorn?

Hannes Nußbaumer
Strenge Rechnung – gute Freunde
Geld in Kindererziehung und Paarbeziehungen
Über Geld spricht man nicht. Dieses Tabu miteinander zu überwinden,
ist der wichtigste Schritt, um gemeinsam zu klaren Regelungen zu kommen. Im Konfliktfall kann auf solche Vereinbarungen
dann zurückgegriffen werden. Beratungsstellen helfen dabei.

Karl A. Immervoll
Das gute Leben ist möglich
Das Projekt Regionalwährung im Waldviertel in Niederösterreich
Als Alternative zur herrschenden Geldwirtschaft starteten Engagierte
einer Grenzregion Niederösterreichs Projekt einer Regionalwährung mit
Negativzinsen. Wichtiger als unmittelbar veränderte Wirtschaftsdaten sind den Initiatoren das Umdenken und die Aktivierung breiterer Kreise.

Markus L. Schlagnitweit
Machen Sie mit Ihrem Geld doch, was SIE wollen!
Ethisches Investment
Schon wer ein Sparbuch besitzt, nimmt am internationalen Geldmarkt teil. Wer das ethisch verantwortlich tun will, kann Geld nach sozialen oder ökologischen Kriterien veranlagen. Solches ethisch orientiertes Investment ist aber nicht nur für Idealisten interessant, sondern sollte für ChristInnen eigentlich selbstverständlich sein.

Pirmin Spiegel
Und alle wurden satt ...
Eine Predigt zu Geld, Gnade und Mt 14,13-21
Brotvermehrungswunder geschehen auch heute, wenn Menschen sich
auf das Teilen als »Logik der Gnade« einlassen. Was in Galiläa und im
Nordosten Brasiliens möglich war, ist eine Ermutigung zu einem anderen
Umgang – nicht nur mit Geld, sondern mit Mensch und Schöpfung.

Veronika Prüller-Jagenteufel
Der Ohnmacht Raum geben
Auch auf pastoral Tätige steigt der Druck und auch die »Ausfälle« durch
Burn-Out werden mehr. Dagegen steht die Botschaft der Gnade als Zentrum christlicher Verkündigung. Gilt sie auch für die, die sie weitersagen?

Gunda Werner
Wann ist die Zeit für einen ehrlichen Kuss?
Eine theologische Antwort auf »Der Kuss« der Toten Hosen
In einem Lied der deutschen Musikgruppe »Die Toten Hosen« äußert sich
in heutiger Sprache eine tiefe Sehnsucht. Theologisch lässt sich die Linie
vom biblischen Kuss-Motiv über den in sich verkrümmten Sünder bis zur unbedingten erlösenden Liebe ziehen.


Hildegard Wustmans
»Anders-Orte« Jugendkirchen
Neue Orte in der Pastoral
Wo Jugendliche Kirchen »übernehmen«, kann eine neue Balance zwischen
Jugendkultur und Verkündigung gefunden werden und können junge Menschen ihre eigene kirchliche Identität entwickeln. Die Jugendkirchen als »Anders-Orte« sind dabei auch für die betroffenen Pfarrgemeinden eine Chance.

 

 

 

 

Leo Karrer
Spiritualität: ein Megatrend?
Spurensuche auf Wegen der Menschwerdung
Jenseits des medial unterstützten Trends zeigen sich ernste Suchbewegungen. Aus christlicher Sicht ist Spiritualität dabei weniger eine Weltanschauung als ein engagiertes Verhältnis zur Welt, erwachsend aus konkreten Gotteserfahrungen.
> Volltext

Regina Polak
Megatrend oder Megaflop?
Zur Wiederentdeckung von Spiritualität
Die Veränderungen im Feld des Religiösen werden widersprüchlich beurteilt. Neben Fehlstellen und Gefahren lässt sich in dem neuen Trend auch das Potenzial einer hoffnunggebenden Entwicklung erkennen: eine womöglich von Gott selbst herkommende Sehnsucht nach Liebe und erfülltem Leben. Ein Plädoyer.

Ursula Baatz
Einbindung und Loslösung
Aspekte einer Anthropologie der Spiritualität
Spirituelle Übungswege haben quer durch die religiösen Traditionen ähnliche Merkmale: Das eigene Dasein im Kosmos sinn- und sinnenvoll zu erleben, ist dabei auch eine starke Sehnsucht vieler Menschen heute. Darüber hinaus geht es aber um Selbstlosigkeit und radikale Offenheit.

Magnus Striet
Scheidung der Geister
Kriterien für eine christliche Spiritualität
In Jesus Christus offenbart sich Gottes Spiritualität für den Menschen als Angebot von Freundschaft in Freiheit, von unbedingter Liebe. Die Welt kommt dabei als der Raum in den Blick, in dem Gott unsere Freundschaft sucht und den wir dementsprechend füreinander förderlich zu gestalten vermögen. Christliche Orientierungen im bunten Feld der spirituellen Richtungen.

Reinhard J. Voß
Zeichenhaftes Handeln – zeugnishaftes Leben – visionäre Praxis
Spiritualität weltweiter Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Der konziliare Prozess war und ist ein Sammelbecken für Christinnen und Christen, die eine engagierte, befreiungstheologisch geprägte Spiritualität zum Dienst an Menschen und Schöpfung drängt. DIAKONIA bat einen prominenten Vertreter, diese Lebenshaltung zu charakterisieren, die biblisch orientiert ist und das konkrete Leben verändert.

Hermann Glettler
Feuer der Hoffnung
Berufung und Auftrag der Gemeinschaft Emmanuel
Die Mitglieder dieser katholischen Gemeinschaft leben aus der geistlichen Quelle von Eucharistie und Anbetung, die sie zu einem missionarisch engagierten Leben in der Welt von heute führt. DIAKONIA bat einen Vertreter um eine Beschreibung dieser Spiritualität gemeinschaftlichen Lebens in frei gewählter Verbindlichkeit.

Im Interview: Anna H. Pissarek
Präsenz und ein offenes Herz
Grundzüge schamanischer Spiritualität
Schamanische Praktiken zählen jenen alten spirituellen Traditionen, denen heute wieder wachsendes Interesse entgegengebracht wird. Gespräch mit DIAKONIA beschreibt Theologin, die seit einigen Jahren den schamanischen Weg geht, diese Spiritualität als einen weiten, heilsamen Raum sowie als Streben nach umfassender Harmonie.

Monika Renz
Gotteserfahrung in Leid und Sterben
Megatrend Spiritualität oder Erfahrung mit Gott?
Spiritualität ist ein Beziehungsgeschehen. Diese Erfahrung kann sich – auch in scheinbar ausweglosen Situationen – einstellen, wenn Menschen von Abwehr zu Offenheit finden. Spiritualität ist Berührt-Sein von Gott.

Die brasilianischen Basisgemeinden
Spiritualität als Nachfolge Jesu im Dienst an den Ausgeschlossenen
Eine vitale Spiritualität prägt seit Jahrzehnten die lateinamerikanischen Basisgemeinden. DIAKONIA dokumentiert zwei brisante Abschnitte aus zwei aktuellen Grundsatzpapieren aus Brasilien.

Veronika Prüller-Jagenteufel
Ökumene ohne Priorität?
In Zeiten ökumenischer Nachlässigkeit wird die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung vorbereitet. Welcher Geist wird sie prägen?

Norbert Mette
Die Bibel in »gerechter Sprache«
Eine neue deutsche Bibelübersetzung
Mit Blick auf das Verhältnis von Christen und Juden, auf das Geschlechterverhältnis und andere heutige Fragestellungen übersetzten Spitzenleute der Exegese die gesamte Bibel neu: ein spannendes Projekt für alle, die sich (neu) für das Buch der Bücher interessieren.

Christian Hartl
Nüchtern und innig zugleich
Kardinal Julius Döpfners bleibende Aktualität
30 Jahre nach seinem Tod scheint der Konzilsvater Döpfner fast vergessen zu sein. Seine Fähigkeit, Brücken zu schlagen, macht diesen bedeutenden Kirchenmann aber auch heute zu einem wichtigen Lehrer.

Ulrich Kuhnke
Compassion – Mitleid als Motivation sozialer Arbeit
Zur Unvertretbarkeit theologischer Redeweise
Weiter als gegenseitige Anerkennung auf gleicher Ebene greift die Aufmerksamkeit auf das Leid der anderen und die Bereitschaft, sich von ihnen in Anspruch nehmen zu lassen. Biblische bzw. praktisch-theologische Rückbesinnung vermag hier einen Horinzont zu erschließen, an den eine säkulare Redeweise nicht herankommt: die Leidempfindlichkeit Gottes.