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Aggiornamento
Norbert Mette
Aggiornamento der katholischen Kirche
– überholt oder unerledigt?
Aggiornamento, Auf-den-neuesten-Stand-Bringen, Verheutigung bedeutet
nicht, Althergebrachtes über Bord zu werfen, sondern in neuem Licht
zu
betrachten und Tradition weiter zu schreiben – damit das authentische
Glaubensgut im jeweiligen Kontext authentisch und verständlich bleibt.
Volltext

Christa Schnabl
»Aggiornamento« im Horizont
einer Gesellschaft unter Globalisierungsvorzeichen
Im Zeitalter der Globalisierung beherrscht eine an Wettbewerb und Effizienz
orientierte Logik (fast) alle Lebensbereiche. Alternativen zu diesem gesellschaftlichen
Großtrend zu entwickeln, zählt zu den wichtigsten Herausforderungen
der Verheutigung des Glaubens.

Guido Vergauwen o.p.
Auf dem Weg zur Einheit der Kirchen
Über die Grundlagen des ökumenischen Weges muss immer wieder
– und gerade heute, angesichts der Abkühlung des ökumenischen
Klimas und einer kirchlich kälter gewordenen Gesellschaft – Klarheit
geschaffen werden.

Ulrike Bechmann
Aggiornamento, Zweites Vatikanum und
interreligiöser Dialog
Regionale soziale und politische Konflikte entladen sich in unserer heutigen,
globalisierten Welt vielfach in religiös geprägter Gewalt. Was
also bedeutet Aggiornamento heute? Gelten die theologischen
und praktischen Konzeptionen des Zweiten Vatikanums
auch unter diesen Bedingungen?

Ferdinand Kerstiens
Kirche – heute?
Ein leitender Gedanke des Zweiten Vatikanischen
Konzils war die »Bekehrung der Kirche zu den Menschen«. Er
wurzelt in der Menschwerdung
Jesu und in seiner Zuwendung zu den Menschen. Und er ist richtungsweisend
für den Prozess der Verheutigung von Kirche.

Im Interview: Erzbischof Albert Rouet
Vertrauen und Verantwortung – Geschenk
der Gemeinden an die Gesellschaft
»Wir müssen uns die Bedingungen
schaffen, um heute neu zu leben«, so
der Erzbischof von Poitiers, Albert Rouet, im Gespräch mit Hadwig
Müller. Er nimmt Stellung zu aktuellen Herausforderungen in Kirche
und Gesellschaft.

Simone Dollinger
Pastorale Praxis mit Sexarbeiterinnen
Sexarbeiterinnen wünschen sich – vor dem Hintergrund der Stigmatisierung
und Diskriminierung, die sie alltäglich erfahren – eine Seelsorge,
die von ihren konrekten Lebenswirklichkeiten ausgeht und soziales und
politisches Engagement sowie Empowerment in den
Vordergrund stellt.

Oliver Stens und Guido Schwitter
Seelsorge an Leib und Seele
Das Aidspfarramt Zürich HIV und AIDS haben mit gesellschaft-lichen
Tabuthemen wie Sexualität, Drogen und Tod zu tun. Diese Themen wer-den
häufig verdrängt – nicht zuletzt, weil sie als moralisch verwerflich
erscheinen bzw. bedrohlich wirken. Nicht selten werden auch Menschen mit
HIV und AIDS von ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten als bedrohlich
oder verwerflich wahrgenommen.

Daniel Vychytil
»...ich war fremd und obdachlos
und ihr habt mich aufgenommen …« (Mt 25,35)
Flüchtlingsseelsorge im Caritas Karwan
Haus
Flucht und Migration gehören zu den
Zeichen der Zeit. An vielen Orten hat
sich die Kirche diesem Problem geöffnet, so auch im Karwan Haus,
einem
Asyl-Projekt der Caritas in Wien.

Im Interview: Jussuf Windischer
Menschen Heimat bieten
Das Integrationshaus der Caritas in Innsbruck
Das Caritas Integrationshaus bietet verschiedensten
Menschen für einige
Stunden oder für mehrere Jahre ein Dach über dem Kopf und Heimat:
Kindern, Jugendlichen, Erwerbstätigen, Studierenden, Alten, verschiedenen
Gruppen, Flüchtlingen, MigratInnen, ChristInnen, MuslimInnen …

Markus Hoitz
Aggiornamento und ökumenische Gemeindevereinbarung
Gemeindevereinbarungen sind eine Form, ökumenische Zusammenarbeit
unabhängig von der Person der jeweiligen Hauptamtlichen zu sichern.

Maria Katharina Moser
Frau Mercuri darf nicht singen
AIDS nicht lediglich als Frage der Sexualmoral, sondern v.a. der
Medizin- und Sozialethik zu thematisieren, ist ein Gebot der Stunde.

Herbert Haslinger
»Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder
werdet …« (Mt 18,3)
Von der katechetisierenden Verdinglichung zur pastoralen
Subjektförderung
Kindern wird kein eignes Subjektsein in
Kirche und Theologie zugesprochen, und ihre lebensgeschichtliche Situation
steht kaum im Zentrum pastoraler Auf-merksamkeit. Vielmehr firmieren sie
als Objekte katechetischer Anstrengungen, denen Gott und religiöses
Wissen gebracht werden müssen.

Stefan Gärtner
LaientheologInnen im Ausverkauf?
Beobachtungen zum Verhältnis von Klerikern und
LaiInnen angesichts der Sparzwänge
Werden Sparmaßnahmen zum Anlass genommen,
um LaientheologInnen als ungeliebte Berufsgruppe aus dem kirchlichen Dienst
zu entfernen? Berufssozio-logische Perspektiven auf diese Frage verweisen
auf das Problem des Berufsprofils von Klerikern und LaientheologInnen.
Marktökonomisch betrachtet, tritt die Frage ob Priester oder LaiIn
in
den Hintergrund – es geht um das Produkt der religiösen Dienstleistung.
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