Welt im Umbruch - wohin? (1/2004)

Marie-Louise Gubler
Wächter, wie lange noch dauert die Nacht? (Jes 21,11)
Umbruch und Aufbruch

Wohin treibt unsere Welt? Was bedeuten die Entwicklungen für
eine christliche Lebensgestaltung? Schon zu biblischen Zeiten fragten Menschen nach der Zukunft und hofften auf einen neuen Tag. Bis er kommt, gilt es, in der Nacht auszuharren.

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Claus Leggewie
Die Globalisierung und ihre Gegner

Die Globalisierung hat viele »Gegner«: ihre eigenen Mechanismen,
Nicht-Regierungsorganisationen, Protestbewegungen und sogar die USA selbst. Dabei ist sie zwar kein blindes Schicksal, aber doch unausweichlich und muss daher von Bewegungen und Parteien gemeinsam gestaltet werden.

Marianne Gronemeyer (im Interview)
Berechnete und vertrauensvolle Verhältnisse
Beobachtungen zur gegenwärtigen Stimmungslage

Manche reagieren auf den wachsenden Druck mit immer perfekterer Anpassung, andere erkunden alternative Wege und entdecken neu die Lebensqualität von Freundschaft und Bescheidenheit – als Wiedergewinnung der Freiheit und des Vertrauens.

Elsa Tamez
Horizonte öffnen sich

Nicht nur die neue weltweite Hegemonie der USA und des Neo-liberalismus prägen unsere Erde, sondern auch Proteste dagegen sowie der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. Gerade in der Erfahrung Lateinamerikas zeigen sich derzeit Anknüpfungspunkte für die Hoffnung, dass das Leben stärker ist als der Tod.

Michaela Moser
Ein soziales Europa für alle!

Schöne Absichtserklärungen reichen nicht. Um Armut wirksam
zu bekämpfen, muss sich der Blick auf wirtschaftliche und politische Verflechtungen insgesamt richten. Die Frage lautet: In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Antonio Hautle
Es liegt nicht alles nur in Gottes Hand
Warum wir als Christen etwas gegen die Migration tun müssen

Migration ist weit mehr ein Süd-Süd-Phänomen als eine Süd-Nord-Bewegung. Und sie findet in einer Welt statt, in der Arme ärmer und Reiche reicher werden. In dieser Welt ist christliches Engagement mehr als notwendig.

Gregory Baum / Norbert Mette
Spuren von Gnade in einer gnadenlosen Welt

Konkrete Taten der Nächstenliebe und Solidarität gewinnen
angesichts bedrohlicher weltweiter Entwicklungen an sakramentaler Kraft. Sie zu deuten, zu ermutigen und aus ihnen zu lernen, ist Aufgabe einer Theologie, die an der Zeit ist.

David Coulin / Ruth Eberle
»Wir können nicht schweigen«
Zu einer Kundgebung der Bethlehem Mission Immensee

Was können ChristInnen tun? Z.B. eindrückliche, symbolische
Manifestationen mitgestalten, die in Erinnerung bleiben und so auch die Wirklichkeit verändern. Bericht und Interview zu einer Schweizer Aktion.

Michaela Moser
Sozialpolitisches Lobbying in der EU
Eine Kurzdarstellung des European Anti Poverty Networks

Eine andere Welt möglich zu machen erfordert, sich kompetent in den politischen Diskurs einzubringen. Durch Vernetzung, Expertisen und
Überzeugungsarbeit kann Einflussnahme gelingen. Ein Beispiel.

Ludger Weckel
»Wir widersagen!«
Widerständigkeit fällt nicht vom Himmel

Seit zehn Jahren besteht in Münster das Institut für Theologie und Politik, das in mehrfacher Hinsicht quer zu heu-tigen Trends liegt und liegen will. Es wurde von DIAKONIA eingeladen, sich im Rahmen dieses Heftes zu präsentieren.

Veronika Prüller-Jagenteufel
www.diakonia-online.net

Seit kurzem ist DIAKONIA auch im Internet zu finden, und zwar unter: http://www.diakonia-online.net. Unsere Website bietet Informationen zum jeweils aktuellen Heft und darüber hinaus.

András Máté-Tóth
Vergangene Wende-Zeit
Katholische Kirche im heutigen Ungarn

In loser Folge stellt DIAKONIA die pastorale Situation der EU-Beitrittsländer in den Blickpunkt. Den Anfang macht Ungarn.
Mehr als ein Jahrzehnt nach der entscheidenden Zäsur sucht hier die römisch-katholische Kirche ihren Weg angesichts neuer Strukturen, EU-Debatten und religiösem Synkretismus. Beginnt mit
dem neuen Primas eine neue Ära?

Josef Marketz
Christus – Hoffnung Europas
Mitteleuropäischer Katholikentag 2003/2004

Der von acht Ländern gemeinsam auf ein Jahr angelegte Prozess hat mehr als die Halbzeit hinter sich. Die bisherigen Erfahrungen zeigen Grenzen und Chancen von Verständigung und Gebet in der Mitte Europas.

Sebastian Schneider
Es ist nicht egal
Kontaktwoche des Seelsorgeamtes in einem Dekanat

MitarbeiterInnen zentraler Einrichtungen laden »die Basis« zum Gespräch, zum Überdenken, zum Feiern, zum Glauben und zum Handeln ein. Dabei wird spürbar: Es ist nicht egal, was du glaubst, was du tust, wie du lebst. Ein vielversprechendes Projekt.